Dresden, Postplatz 1950 / 2015
Ausstellungen
13.10.2015

Plätze in Deutschland 1950 und heute

Plätze sind mehr als unbebaute Stellen in der Stadt. Seit Jahrhunderten spielen sie eine wichtige Rolle als Treffpunkt der Stadtbewohner, sind Handelsräume und repräsentative stadträumliche Zentren, an denen bedeutende Bauwerke liegen. Schon immer waren Plätze auch Knotenpunkte im Verkehrsgefüge der Stadt. Die unterschiedlichen Verkehrsteilnehmer waren weitgehend gleichberechtigt. Zugleich blieb der Platz ein nach ästhetischen Gesichtspunkten gestalteter Ort des Verweilens. In den 1950er bis 1970er Jahren jedoch sorgte das Leitbild der „verkehrsgerechten Stadt“ für massive Eingriffe in die Struktur vieler deutscher Plätze. Dem motorisierten Verkehr wurde die führende Rolle zugestanden. Stadtautobahnen, breite Straßendurchbrüche, sowie komplexe Systeme aus Hochstraßen, Tunneln und Rampen waren die Folge. Viele Plätze wurden zu reinen Verkehrsknotenpunkten ohne jegliche Aufenthaltsqualität. Auch Plätze, die den Krieg unbeschadet überstanden hatten, wurden nun Opfer einer rigiden Stadtplanung, die sich an den funktionalen Ansprüchen des Automobilverkehrs orientierte und die historischen Strukturen und Maßstäbe unberücksichtigt ließ.

Die Ausstellung stellt Photographien deutscher Plätze aus den 1950er Jahren aktuellen Aufnahmen vom gleichen Standort gegenüber, um auf die Fehlplanungen und Versäumnisse in der Gestaltung des Stadtraums aufmerksam zu machen.

Ausstellungskonzeption: Prof. Christoph Mäckler und Birgit Roth

„Plätze in Deutschland 1950 und heute – Eine Gegenüberstellung“
14. Oktober – 20. November 2015
Begrüßung: Stefan Szuggat, Amtsleiter des Stadtplanungsamtes
Einführung: Prof. Christoph Mäckler, TU Dortmund
World Trade Center Dresden, Freiberger Straße 39, 01067 Dresden, in Kooperation mit der Stadt Dresden

Informationen zur Ausstellung unter:
http://www.stadtbaukunst.tu-dortmund.de/cms/de/Aktuell/

Weitere Termine:
Frankfurt am Main, November / Dezember 2015, in Kooperation mit der Stadt Frnkfurt am Main