Check-in-Halle Terminal 3 (Quelle: Fraport AG / © Christoph Mäckler Architekten)
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29.04.2019

Grundsteinlegung Terminal 3 am Flughafen Frankfurt

DAS NEUE TERMINAL 3 VON CHRISTOPH MÄCKLER ARCHITEKTEN – EIN FLUGHAFENGEBÄUDE ALS STADTBAUWERK, DAS ZUM VERWEILEN EINLÄDT.

Heute wurde der Grundstein für das neue Terminal 3 am Flughafen Frankfurt gelegt. Im internationalen Wettbewerb im Jahr 2005 gewann das Büro Christoph Mäckler Architekten mit seinem Konzept „Growing Beetle“ den 1. Preis. Das Konzept basiert auf einer flexibel wachsenden Struktur und unter Berücksichtigung aller funktionalen Aspekte zeichnet sich die Architektur für das neue Terminal 3 durch seine warmen Naturtöne und lichtdurchfluteten Räume aus. Es wird das erste Terminal zum Wohlfühlen sein – ein Flughafengebäude als Stadtbauwerk, das zum Verweilen einlädt.

Christoph Mäckler Architekten gewinnen 2005 den internationalen Wettbewerb.

Mit einer eigenständigen Projektidee und 35 Jahren Berufserfahrung, davon knapp 20 Jahre im Flughafenbau und dem Schwerpunkt auf komplexe Planungs- und Baurealisierungsaufgaben, konnte sich das Architekturbüro Christoph Mäckler Architekten 2005 gegenüber der internationalen Konkurrenz von 46 Teilnehmern durchsetzen.

Die Tradition des Vaters wird fortgesetzt.

Mit dem Frankfurter Flughafen steht das Büro zudem in besonderer persönlicher Verbindung. Die Arbeitsgemeinschaft von Alois Giefer und Hermann Mäckler gewann 1951 den Wettbewerb für den Terminal 1, das 20 Jahre später fertiggestellt wurde. Die Familientradition wird somit ein halbes Jahrhundert später fortgesetzt.

Ein Flughafen hat städtische Funktionen.

Nicht nur die Stadt Frankfurt wächst und verändert sich kontinuierlich. Ein wichtiger Stadtbaustein Frankfurts ist auch sein internationaler Flughafen. Flughäfen sind heute zu einem Ziel an sich geworden. Sie werden sogar meist häufiger frequentiert als viele Plätze in der Innenstadt. Umso notwendiger ist es, dass Flughäfen auch städtische Funktionen aufnehmen. Als eigenständige Stadtbauwerke, dienen sie dem Menschen zum Arbeiten, Einkaufen, Essen, Beten, Entspannen und vielem mehr. Es finden sich hier also fast alle Funktionen, die für das Leben in einer europäischen Stadt charakteristisch sind. Architektonisch entsprechen die Piers, Gates und Lounges den Straßen und Plätzen einer Stadt. Die drei Bestandteile – die Halle, das Sicherheitsgebäude und der zentrale Marktplatz des Piers – sind voneinander getrennt, entsprechend ihrer Aufgabe dimensioniert, flexibel anpassbar und – was noch wichtiger ist – erweiterbar. Dabei entwickelt sich das Gebäude beständig weiter, es wächst quasi von innen nach außen.

Das erste Terminal, in dem man sich auch wohlfühlen kann.

Durch die lichtdurchfluteten Räume, die in warmen Naturtönen gehalten sind, wird den Fluggästen eine angenehme Wohlfühlatmosphäre geschaffen. Damit hebt sich der Frankfurter Flughafen deutlich von anderen internationalen Flughäfen ab. Diese sind oft in grau oder silber gehalten und stellen ein Tragwerk oder technische Aspekte in den Vordergrund. Sie scheinen damit einem modernen Zeitgefühl gerecht werden zu wollen. Fluggäste aber suchen vor oder nach einem Flug vor allem Ruhe und Entspannung. Es wird das weltweit erste Terminal sein, in dem man sich wohlfühlen kann. Passagiere steigen nicht von einer Maschine in die nächste, sondern aus einer Maschine in ein Bauwerk, das zum Verweilen einlädt. Dieser Anspruch wird mit dem Terminal 3 verwirklicht.

Konzeptionell wurde das Terminal als „wachsendes Terminal“ entwickelt – „Growing Beetle“.

Die gesamte Infrastruktur, die Prozessstellen, die Piers, Gates, Retailflächen, Gepäcksysteme, Aufzüge, Treppen und Laufbänder sollen ohne Störung des laufenden Betriebs zu jeder Zeit problemlos ergänzt oder verändert werden können. Demzufolge basiert das Terminal auf einem äußerst flexiblen, modularen System, einer modularen Ordnung der Bauteile, wie sie im Funktionalismus entwickelt wurde. Durch die größtmögliche Flexibilität des Gebäudekomplexes bleibt das Bauwerk über die erste Ausbaustufe hinaus zukunftsfähig.